Meine Erfahrung mit dem Fitnesstracker

Fitnesstracker werden immer populärer. Jeder Zweite besitzt mittlerweile einen oder gar mehrere Fitnesstracker. Sie können auch wahnsinnig viel. Herzfrequenz, Schritte und Etagen zählen, Kalorienverbrauch ermitteln oder Nachrichten vom Handy anzeigen, der Tracker zeichnet alles auf und zeigt dieses virtuell an. Hilfreich sind dann auch noch die Apps für den jeweiligen Fitnesstracker, die das ganze analysieren und einem Teils sogar Tipps geben.

Doch brauch man einen Fitnesstracker wirklich?

Hier spalten sich die Meinungen. Ein Teil findet Fitnesstracker nicht sinnvoll oder gar nervtötend. Ein weiterer Teil findet es gut und macht ihn sogar zum modischen Accessoire. Und dann gibt es noch den Teil, der wie vernarrt auf seinen Fitnesstracker achtet. Kein Schritt oder Workout werden ohne Fitnessarmband oder -Uhr gemacht. Jede Mahlzeit, jeder Schluck Wasser, etc. müssen aufgezeichnet werden. Wenn nur eine Sache fehlt, bricht regelrecht die Welt zusammen (Ich möchte hiermit keinen verurteilen, also bitte nicht falsch verstehen..). Doch brauchen wir dieses Technikwunder wirklich?

Ich trage seit Jahren Fitnesstracker beziehungsweise Pulsuhren und habe sowohl positive, als auch negative Erfahrungen mit Ihnen gemacht. Jedoch überwiegt das Positive bei mir. Solang man sich nicht zu 100% auf den Tracker verlässt, sind sie sogar oftmals eine Hilfe.
Mit welchem Tracker habe ich angefangen?

Polar FT40


Mein erster Tracker oder eher gesagt meine erste Pulsuhr war die Polar FT40. Ich habe sie mir zu meiner ersten „großen Abnahme“ gekauft. Die Polar-Uhr wurde während des Trainings mit einem Brustgurt zusammen getragen und nach Abschluss des Trainings wurde mir der Kalorienverbrauch, der „Fettanteil“ und mein Durchschnittspuls angezeigt. Das ist schon viel gewesen, doch das Handling war nicht so einfach. Das Körpergewicht konnte nur umständlich über die Uhr eingestellt werden, der Brustgurt war manchmal unangenehm oder ist verrutscht, etc.. Irgendwann war dann auch der Sensor der Uhr für den Brustgurt defekt (Es half kein Austausch der Batterien, des Gurtes oder ähnliches.) und das, wie soll es anders sein, genau einen Tag nach Garantieablauf.

Die Uhr trieb mich in den Wahnsinn. Gerade in der Zeit war ich regelrecht süchtig nach den Ergebnissen. Ich wollte ein Stück Pizza oder Schokolade? Dann muss das abtrainiert werden und erst wenn ich die Kalorienzahl oder mehr erreicht habe, war ich zufrieden. Dass ich über den Tag Kalorien verbrauche und „Cheats“ auch mal okay sind, wollte ich nicht einsehen.

Die Uhr war weg und ich wurde langsam wieder normal und habe mir bewusst gemacht, dass Kalorien, etc. nicht das Wichtigste sind.

Die Polar Loop kam

Nach und nach hatte ich wieder eine gesündere Sicht auf das Essen, den Sport und die Gesundheit. Aber damit stieg auch wieder die Neugier. Ich wollte einen neuen Fitnesstracker. Polar brachte die Polar Loop raus und ich wollte es nochmals probieren. Aus anfänglich 99€ wurden aber schnell mehr. Ein neuer Brustgurt musste her, da der Alte nicht mehr kompatibel war.

Polar Loop
Doch auch dieser Fitnesstracker sollte mich enttäuschen.
Sei es das Training, was nicht aufgezeichnet werden konnte oder die schlechte Schlafaufzeichnung (Ich habe wohl dann auf der Arbeit geschlafen), war alles dabei. Aber auch das selbst zusammen schneiden vom Armband (Das ging fast in die Hose…) war nicht benutzerfreundlich. Ich war sehr enttäuscht über den Fitnesstracker und auch über den Support von Polar, sodass ich mir Gedanken über einen neuen Tracker gemacht hatte.
Polar war für mich vorerst abgehakt.

Fitbit Charge HR

Ein neuer Tracker sollte her. Inzwischen boomt der Markt für Fitnesstracker. Es gibt unzählige Anbieter von günstig bis super teuer. Da stellte ich mir ein paar Fragen: Was soll mein neuer Fitnesstracker können? Armband oder Uhr? Wie werden die Anbieter denn so bewertet?…
Fest stand, dass ich gerne die Herzfrequenz integriert haben wollte, da ich immer wieder Probleme mit dem Brustgurt hatte. Nachdem ich mich dann ausreichend informiert hatte, entschied ich mich schlussendlich für die Fitbit Charge HR. Ich war begeistert.
Klar, die Ergebnisse waren nicht vollkommen genau. Aber mir reichte das aus.
Ich gewöhnte mich schnell an das schlichte schwarze Armband, es lief alles Reibungslos. Und gab es doch einmal Probleme, bekam ich schnelle Abhilfe vom Fitbit-Support.

Charge HR
Doch wie es das Schicksal so will, ging mein Armband nach nicht einmal einem halben Jahr kaputt. Es gab einen Produktionsfehler und ich gehörte zu einen der „Glücklichen“, die eines der Geräte abbekommen hat.
Der Bildschirm löste sich immer mehr von meinem Armband. Ich hatte mich schon auf eine lange Diskussion bezüglich des Umtausches eingestellt und bin mit einem unguten Gefühl zu Sportscheck gegangen. Doch ich hatte zu Unrecht Angst. Der nette Berater von Sportscheck nahm das Armband sofort zurück und ich konnte mir ein neues Armband aussuchen.

Ich blieb bei Fitbit

Das letzte Modell ist die Fitbit Blaze. Sie sieht sehr schick am Arm aus, da sie wie eine Smartwatch aussieht. Die Bänder sind auswechselbar und sie lässt sich gut bedienen. Vor allem hat die Uhr viele Funktionen, wie die Herzfrequenz, GPS über Handy und vieles mehr.
Für mich zurzeit einer der besten Fitnesstracker auf dem Markt zurzeit.

Fitbit Blaze

Aber was bringt ein Fitnesstracker nun wirklich?

Für mich sind bei Fitbit die Wettkämpfe gegen andere Tracker-Nutzer super motivierend. Man sieht, wie fleißig andere sind und möchte sich automatisch auch bewegen.
Des Weiteren habe ich mir Trainingsziele in der Fitbit App gesetzt und kann mich dadurch doch ein wenig mehr pushen, etwas für mich zu tun.
Für viele ist es vom Vorteil, dass Sie ihr Essen dokumentieren können und gleichzeitig den Vergleich mit Ihrer Aktivität haben. Das ist etwas, was ich nicht mehr nutze, weil ich mich dadurch unter Druck setze. Das ist aber ein anderes Thema.
Früher war ich der Meinung, dass die Fitness-Tracker einem stark beim Abnehmen helfen. Mittlerweile denke ich, dass man nur Erfolg haben kann, wenn man die Daten nicht ernst nimmt. Auch Garmin, Fitbit, Polar, etc. arbeiten nur mit Richtwerten.

Fazit:

Die Mini-Computer an unserem Handgelenk sind für mich eine gute Motivation, allerdings darf man die Werte nicht 100% ernst nehmen und sich nur noch auf den Tracker fixieren. Hört mehr auf euren Körper und nutzt die Fitnesstracker nur als Zusatz.

Was habt Ihr bislang für Erfahrungen mit den Fitnesstrackern gemacht? Ist das etwas für euch?

Liebe Grüße Christin Sophie💕

 

18 Comments

  • Anna Januar 13, 2017 at 7:41 am

    Wahnsinnig interessant! Man kommt gar nicht mehr um den „Trend“ herum, kein Fitness Armband zu tragen. Super dass du wirklich mehrere getestet hast und ich muss wirklich sagen, dass das letzte Modell mir auch am schönsten gefällt! 🙂

    Grüße
    Anna

    https://hotchpotchlife.com

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    • christinsophie Januar 13, 2017 at 7:43 am

      Oh, das freut mich. Ja, der Trend ist mittlerweile da und ich habe doch schon ein paar Geräte durch. Ich dachte, da zeige ich euch das mal.:)

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  • Tascha Januar 13, 2017 at 3:24 pm

    Ich bin auch großer Fan von meinem Fitbit Charge, ich mag die Farbe und ich mag , dass er mir zujubelt wenn ich mal wieder 10.000 Schritte gemacht habe. Muss ? Nein, aber für mich immer toll zu sehen, was man an einem Tag so abreißt 🙂
    Liebste Grüße
    tascha
    http://www.taschasdailyattitude.com

    Reply
    • christinsophie Januar 13, 2017 at 9:13 pm

      Genau.:) Es ist einfach nur ein „nice-to-have“.

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  • Rahel Januar 13, 2017 at 8:01 pm

    Toller Erfahrungsbericht :)) Sehr schön geschrieben und schöne Fotos, du siehst echt super sympathisch aus 🙂
    Liebste Grüße, Rahel – http://www.justrahel.blogspot.com

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    • christinsophie Januar 13, 2017 at 9:13 pm

      Vielen Lieben Dank.:)

      Reply
  • Christina Januar 14, 2017 at 8:11 pm

    Echt guter Post! Ich bin nämlich momentan auch am überlegen, ob ich mir einen Fitnesstracker zulegen soll. Aber dann fällt mir immer ein, dass ich sowieso total selten Sport mache, bzw. sehr unregelmäßig. Mal mache ich drei Wochen am Stück jeden Tag Sport und dann wieder zwei Wochen gar nichts. Was Fitness angeht, bin ich wohl ein absoluter Versager. 😀

    Love,
    Christina ♥
    cinapeh.blogspot.de

    Reply
    • christinsophie Januar 14, 2017 at 8:57 pm

      Du bist kein Versager. Außerdem gehst du ja trotz allem zum Sport.:)
      Gibt es denn bei Dir im Umkreis jemanden der einen Fitnesstracker hat? Dann kann sich vielleicht durch die Wettkämpfe regelmäßig motivieren.:)

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  • jenny Januar 15, 2017 at 1:11 pm

    Das sieht toll aus und sehr schön geschrieben :))

    Liebste Grüße aus dem regnerischen Hamburg,
    Jenny von http://www.changeable-style.com

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    • christinsophie Januar 15, 2017 at 2:02 pm

      Danke:) Liebe Grüße aus dem verschneiten Dresden (Urlaub) zurück.:)

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  • Jimena Januar 15, 2017 at 1:38 pm

    Ich kenne mich mit diesen Trackern leider überhaupt nicht aus, aus diesem Grund war dein Post wirklich sehr informativ für mich, toller Bericht!

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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    • christinsophie Januar 15, 2017 at 2:03 pm

      Das freut mich sehr.:) Du kannst mir ja berichten, wenn du dir einen zulegst.:)

      Reply
  • Nena Januar 16, 2017 at 1:37 pm

    Wow, das ist ein sehr interessanter Post! Ich glaube ich werde mir nie so einen Tracker kaufen, da es mir zu aufwändig wäre 🙂

    Liebe Grüße,
    Nena

    http://www.nenangyn.com

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    • christinsophie Januar 16, 2017 at 2:05 pm

      Das kann ich nachvollziehen.

      Reply
  • Josephin Januar 17, 2017 at 11:28 am

    Ein toller Bericht!
    Ich nutze den Fitnesstracker von Polar und bin sehr zufrieden mit ihm.
    🙂

    Ganz liebe Grüße,
    xx, Josephin
    // Tensia

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    • christinsophie Januar 17, 2017 at 1:32 pm

      Das freut mich. Ich wollte Polar auch nicht super schlecht machen. Ich hatte leider nur sehr viele Negativerfahrungen.:/

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  • Kathleen Januar 18, 2017 at 7:00 am

    Ich wollte schon seit längerem einen Fitnesstracker haben und zu Weihnachten habe ich mir dann den Fitbit Alta gewünscht und auch bekommen. Seitdem vergeht kein Tag, an dem ich diesen nicht trage. Das ich nun eine Übersicht über meine zurückgelegten Schritte des Tages habe und meinen Traingsverlauf verfolgen kann ist einfach klasse und ich möchte meinen Tracker auch nicht mehr missen 🙂

    Liebe Grüße
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

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    • christinsophie Januar 18, 2017 at 8:55 am

      Die Fitbit Alta finde ich auch sehr gut. 🙂 Mir fehlt allerdings etwas technischer Schnickschnack.:D
      Wie findest du die Wettkämpfe?:*

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